
Sakrales
Die Barockzeit ist eine vorwiegend katholisch geprägte Epoche. Davon zeugen Kirchen, Kapellen und Klöster der schönsten Barockstadt. Dazu gehört auch die Einsiedelei mit ihren barocken Kapellen. Die barocke Lebensfreude zeigt sich an den Bauwerken. Das «Memento Mori» – gedenke deiner Sterblichkeit – zieht das «Carpe Diem» – geniesse den Tag – nach sich.
Einsiedelei St. Verena
Spezialführungen (ca. 1.5h) in der Einsiedelei St. Verena, u.a.
» Meditationsweg – Ablauf der Kreuzigung historisch gesehen
» Memento Mori – Himmel und Hölle, Rituale um den Tod
Kosten: Honorar zu Gunsten der Einsiedelei
Buchungen: www.einsiedelei.ch
Ambassadorenkrippe
Am Sitz des französischen Basidors übertrumpften sich die patrizischen Damen und Herren mit Modespielereien. So wurde auch die bisher bescheidene Darstellung der Weihnachtsszene in die üppige Mode des Hochbarocks und des Rokoko versetzt. Deshalb ist die Krippe ein Dokument solothurnischer Kulturgeschichte.
Die Herstellung von Wachsköpfe und -figuren war einst ein blühender Zweig des Kunstschaffens der Klosterfrauen zu St. Josef.
Mit intakter Symbolik des 18. Jh.
Nur möglich, wenn die Kirche nicht anders belegt ist.
Ort: Jesuitenkirche Solothurn
Dauer: 60 Minuten
Kosten: CHF 160.-
Grosse Gruppen möglich, die Krippe steht in der Jesuitenkirche.
Gute Akustik.
Kirchen und Kapellen
Von der spätgotischen Peterskapelle zur hochbarocken Jesuitenkirche und zur klassizistischen Kathedrale St. Urs.
Oder buchen Sie eine umfassende Führung durch nur eines dieser zeitgeschichtlich interessanten sakralen Bauwerke.
Kosten: CHF 250.- bis 25 Personen
Jede weitere Person CHF 5.-
Karfreitag-Führung
Eine Führung über den 1613 errichteten und im Jahr 2000 neu gestalten Kreuzweg von St. Niklaus zur Kirche Kreuzen aus historischer Sicht:
Jerusalem im Jahre 33 zur Zeit des Passahfestes. Mindestens 200 000 Pilger kommen in die Stadt. Pilatus erklärt die Sicherheit zur Chefsache.
Weshalb hat Pilatus beim Jesus-Prozess resigniert? Über welche Macht verfügten Herodes oder Kaiphas?
War Judas wirklich ein Verräter?
Wie stirbt ein gekreuzigter Mensch?
Eine Führung, die nicht die theologischen, sondern die historischen Tatsachen aufzeigt. Aber gibt es überhaupt Unterschiede?
Ergänzend dazu wird Theres Utzinger eine besinnliche Führung über den Meditationsweg anbieten.
Memento Mori-Führung
In katholischen Gebieten sind Allerheiligen und Allerseelen wichtige Feste im Jahreslauf. Die Reformation stand aber diesem Totenkult kritisch bis ablehnend gegenüber. Den Unmut der Reformatoren erregten insbesondere die Fürbitten für die Armen Seelen.
Viele Menschen waren unglücklich, für ihre Liebsten nichts mehr tun zu können – eine Haltung, die wir aus heutiger Sicht mit dem neu erwachten Verständnis für die Wichtigkeit der Trauerarbeit wieder besser nachfühlen können.
Man besucht an diesen Tagen die Gräber der Verstorbenen und schmückt sie mit Blumen und Kerzen. Lange war man davon überzeugt, dass an Allerseelen die Seelen der Verstorbenen unter den Lebenden weilen würden. Man traf Vorsichtsmassnahmen, um sie nicht zu verstimmen. Dazu hielt man Speisen oder andere Opfer bereit.
Die Grenze zwischen dem Reich der Toten und jenem der Lebenden war an diesen Tagen und Nächten durchlässig.
Für die Zurückgebliebenen ist es wichtig, etwas für die Verstorbenen tun zu können. So besprengt man die Gräber mit Weihwasser, was gegen die Qualen im Fegefeuer hilft. Man zündet eine Kerze oder ein Lämpchen an, das die Seelen anlocken und ihnen den Weg zum Ruheplatz ihres Körpers zeigen soll. Das Licht verhilft auch zum ewigen Licht, und nebenbei können die Seelen sich daran wärmen. Licht bildet gleichzeitig die Schranke zu den Lebenden und vertreibt die bösen Geister.
Marie-Christine Egger führt Sie zur Geschichte und den Bräuchen rund um den Totenkult, von Jenseitsvorstellungen und Totentänzen, vom Sterben und vom Leben.
Kollekte zu Gunsten der Einsiedelei

