Führungen SolothurN

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Stadtführungen in Solothurn

 

Solothurn ist die schönste Barockstadt der Schweiz.
2000 Jahre alte Geschichten sind hier in den Mauern verborgen. Kommen Sie mit auf einen Rundgang, witzig, interessant für Jung und Junggebliebene – Gruppen oder Einzelpersonen – und tauchen Sie wahlweise ein in die römische, mittelalterliche und frühzeitliche Epoche.

 

Marie-Christine Egger  führt Sie als Bettelweib, Dienstmagd oder als «Madame de Coin» persönlich durch die Altstadt Solothurn’s.  Begleiten Sie die Marketenderin, Maria Angulata oder den Nachtwächter und erleben Sie ein Stück Geschichte.

30 Jahre Solothurn Stadtführungen von 1987-2017 mit Marie-Christine Egger. Die schönste Barockstadt der Schweiz

Liebe Interessierte an Kultur und Solothurn,

 

Infolge COVID-19 mussten schweren Herzens einige Führungen verschoben werden. Nun sind Führungen wieder erlaubt und ich freue mich sehr, Sie wieder durch die Altstadt von Solothurn zu führen.

Am 16. Juli 2020 gibt es wiederum eine Premiere!

Danke dass Sie uns treu bleiben. Bleiben Sie gesund und bis bald!

 

Ihre

Marie-Christine Egger

«Handwerk Gestern und Heute»

Auf den Spuren der 11 Solothurner Zünfte

Donnerstag, 26. November 2020

19.00 – 21.00 Uhr

Grosse Nachfrage –
13. Durchführung

«PERÜCKEN und PUDER, PARfUM und PARASITEN»

Solothurn - Die schönste Barockstadt der Schweiz - Madame de Coin erzählt vom barocken Leben der Ambassadorenstadt

Sonntag, 16. August 2020

17.00 – 19.00 Uhr

«WEINFLÖSSER, WEINFÄSSER und WEINKONSUM»

Solothurn -  2000 Jahre Grundnahrungsmittel Wein
Die lebensfrohen und festfreudigen Solothurner

Sonntag, 18. Oktober 2020

17.00 – 19.00 Uhr

«BÜCHER statt BILDER»

Solothurn im 16. Jh. - Renaissance und Humanismus– Buchdruck bringt Bildung

Sonntag, 20. September 2020 (Bettag)
17.00 – 19.00 Uhr

 «GESTERN und HEUTE – GEWÜRZE, GETRÄNKE, GESCHMACK und GENUSS»

Auf den Spuren der kulinarischen Vorlieben der Menschen.

Dienstag, 01. September 2020

18.30 – 20.30 Uhr

Premiere!

«LaSchoggi»

SCHOKOLADE – VON DER GESCHICHTE ZUM GAUMEN

Museum Schloss Blumenstein
Dienstag, 17. November

Dienstag, 24. November

19.00 – 21.00 Uhr

«GESTERN und HEUTE – GEWÜRZE, GETRÄNKE, GESCHMACK und GENUSS»

 

Dienstag, 01. September 2020 – Premiere!
18.30 – 20.30 Uhr

 

Der andere Stadtbummel durch Solothurn.

Lädelisterben? Nicht bei uns! Das Solothurner

Gewerbe ist individuell und innovativ.

 

HEUTE - Lassen Sie sich beeindrucken von Spezialistinnen und Spezialisten mit besonderen Genussmitteln wie Grappa, Wein, Gewürzen und Teigwaren.

 

GESTERN - Seit wann gibt es diese Delikatessen, und wie

wurden sie früher genossen? Die Stadtführerin Marie-Christine Egger und vier

Gewerbetreibende zeigen Ihnen, wie sehr sich Geschmack und handwerkliche Herstellung von Genussmitteln verändert haben.

 

 

 

Treffpunkt: vor dem Bieltor, Seite Amtshausplatz

Anmeldung: info@solothurn-stadtfuehrungen.ch, Teilnehmeranzahl begrenzt

Kosten: Fr. 20.- / Person

In der Altstadt Solothurn beim Brunnen, die Hanwerker von Gestern und Heute

Erfolgreiche Führung - seit Oktober 2018

«GESTERN und HEUTE – HANDWERK & ZUNFT»

 

AUF DEN SPUREN DER 11 SOLOTHURNER ZÜNFTE

 

Donnerstag, 26. November 2020
19.00 – 21.00 Uhr

 

Der andere Stadtbummel durch Solothurn.

Lassen Sie sich durch die Geschichte vom Gewerbe damals und der Situation des Gewerbes heute führen. Entdecken Sie das Handwerk vor Ort bei der Arbeit - Made in Solothurn

 

 

 

 

Lädelisterben? Nicht in Solothurn! Denn unsere Gewerbe sind individuell und innovativ.

Lassen Sie sich beeindrucken von der Kunst früherer Handwerker und deren Zunfthäusern. Auf unserem Rundgang begegnen wir allen 11 Zünften - danach kennen Sie auch die Standorte der 11 Zunfthäuser in Solothurn.

 

Fünf Gewerbetreibende zeigen Ihnen, wie sehr sich das Handwerk verändert hat, bei einem Besuch der Handwerksbetriebe mit Blick hinter die Kulissen – das Gewerbe heute. Marie-Christine Egger berichtet über das «alte Solothurn» – das Gewerbe damals.

Die Einblicke in das Handwerk «in Aktion» zeigen Ihnen: Handwerkskunst hat goldenen Boden –  nur mit Ihrem Beitrag auch in der Zukunft

 

Treffpunkt: vor dem Bieltor, Seite Amtshausplatz

Anmeldung: info@solothurn-stadtfuehrungen.ch, Teilnehmeranzahl begrenzt

Kosten: Fr. 20.- / Person

Top of Page Führung Solothurn

«WEINFLÖSSER, WEINFÄSSER und WEINKONSUM»

 

Die lebensfrohen und festfreudigen Solothurner Führung Führung mit drei Degustationen!

 

Sonntag, 18. Oktober 2020

17.00 – 19.00 Uhr

 

Die Geschichte von Wirthen und Weinschenken, Küfern und Fassbindern, Sinnern, Einlässern, Weinschätzern, Flössern, Schleppern und Schiffziehern.

Haben Sie Öl am Hut? Haben Sie einen Affen oder einen Kater? Sind Sie blau? Dann sind Sie „chargé pour Soleure“. Kommen Sie mit ins lebensfrohe alte Solothurn und tauchen Sie ein in die Geschichte des Weins! Stossen Sie bei 3 Konsumationen wie damals üblich auf die Heiligen an –bereits im 11. Jh. gab es 25'000 Heilige!

 

Die Römer brachten den Wein in Amphoren nach Salodurum. Oft benutzten Sie auch Schläuche aus Ziegen- oder Schweinehaut. Ein Graffiti in Pompei lautet: Wir sind voll wie die Schläuche!

Im Mittelalter benutzte man für den Transport Holzfässer. Karl der Grosse hatte diese in Unkenntnis des Gärungsprozesses auch für den Weintransport vorgeschrieben. Aber die Fässer waren nicht dicht. Zum Glück hatten die Flösser auf der Aare jeweils ein Ergänzungsfässchen dabei. Allerdings hat dieses nie ausgereicht…

Im Mittelalter liebte man es, den Wein mit exotischen Gewürzen zu verbessern. Die getrunkenen Quantitäten waren erstaunlich hoch. Doch das Wasser war in den Städten knapp und voller Krankheitskeime. Die Abwässer der Kloaken gingen ins Grundwasser, aus dem die Sodbrunnen gespeist wurden. Sogar Dienstboten bekamen Wein, und gekocht wurde lieber in Wein als in Wasser. Wein war ein Grundnahrungsmittel!

Im 14. Jh. schlossen sich die Handwerker zu Zünften zusammen. In den Zunftstuben und nicht in den Gaststuben fanden die opulenten Feste statt. Bratensaft macht Bruderschaft! Mitglied der Wirthenzunft waren alle, die das Handwerk rund um den Wein ausübten. Zwar durften in den Zünften keine Frauen mittrinken; aber auch Frauen schätzten die Trinkfertigkeit und stellten diese unter Beweis.

1449 verburgrechteten sich Solothurn und Le Landeron. Dieser Vertrag wurde regelmässig erneuert und führte zu einer engen Freundschaft. Noch heute kommt der grösste Teil unseres Bürgerweins aus Le Landeron. Weshalb nun diese Reben an das Bürgerspital gefallen sind, über den Weinkonsum der Patienten und des Pflegepersonals, dazu gibt es viele lustige Geschichten.

Zwar wächst in unserer Lieblings-Schwesterstadt im Westen eigener Wein; leider ist es der sauerste Wein der Welt. Weshalb die eifersüchtigen Nachbarn dies erzählen und weshalb ein Grenchner für ein Mass Wein seine Frau verkauft hat, erfahren Sie an dieser kurzweiligen Führung mit Marie-Christine Egger. Gotthelf sagte über die Solothurner: Chalchbode vertreit meh! Prost!

 

Besammlung: Baseltor, Aussenseite (Ost)

Kosten:  Fr. 20.- pro Person, inkl. Verpflegung

Dauer: ca. 2h inklusive Halt und Konsumation
Öffentliche Führung: Anmeldung nur bei Gruppen notwendig.

 

 

 

«PERÜCKEN und PUDER, Parfüm  und PARASITEN»

Solothurn - Die schönste Barockstadt der Schweiz - Madame de Coin erzählt vom barocken Leben der Ambassadorenstadt

 

Sonntag, 16. August 2020

17.00 – 19.00 Uhr

 

Bei einem Rundgang durch die «schönste Barockstadt der Schweiz» erzählt Madame de Coin aus ihrem Leben: Von Theater, Musik, Tanz, Mode, Hygiene - und dem prunkvollen Leben am Ambassadorenhof.

Bei einem barocken Modegetränk lernen Sie von Marie-Christine Egger mit Hilfe der Blumen- und Fächersprache Ihre Nächte zu organisieren.

Am Baseltor empfängt Sie die barocke Patrizierdame Madame de Coin. Bitte denken Sie daran, Ihren Pass, die Bollete, mitzubringen. Denn wer nicht aus sauberer Luft kommt, steht unter dem Verdacht aus einer mit Pest oder Cholera geschlagenen Stadt zu kommen und wird erbarmungslos zurückgewiesen.

Aber nicht nur Luft, auch Wasser gilt als Träger von Krankheiten. Weil Abwasser-reinigungsanlagen noch unbekannt sind, wird Wasser aus hygienischen Gründen möglichst gemieden. Körperpflege mit Wasser, Hände- und Haarewaschen sind Krankheits- und Todesfallen. Statt gewaschen werden die Kopfhaare gepudert oder mit einer üppigen Perücke überstülpt. Darunter herrscht reges Leben.

Aber das barocke Leben besteht nicht nur aus Parasiten. Barock ist Lebensfreude. Auch das gesellschaftliche Leben wird überschwänglich. Am Ambassadorenhof ist fast jeden Abend Fest. Fackeln, Kerzen, Tafeln, Musik, Tanz und Liebschaften vermischen sich zu einer überschäumenden Lebenslust. Allerdings gelten genaue Regeln. Jede Bewegung der Füsse und Hände, jeder Gesichtsausdruck, jede Haltung des Fächers, ob geschlossen, halb oder ganz geöffnet, ob vor dem Gesicht, der Brust oder dem Fruchtbarkeitspunkt, bedeutet Einladung, Gleichgültigkeit oder Ablehnung. Und der Tanz folgt einer genauen, ausgefeilten Choreografie. Ein Leben voller Lust und Freude – sofern man nicht Gärtner, Köchin oder Zofe ist.

Kein anderes Zeitalter ist so geprägt von Lust und Leid in extremen Ausmaßen. Trinksprüche und Saufkultur nehmen überhand - die Renaissancemenschen wären erbleicht angesichts der Mengen, die barocke Menschen trinken und essen. Ungeziefer und Dreck belagern Menschen und Städte und in all dem feiern barocke Menschen mit einer Lust am Leben, die Bewunderung verdient.

Lassen Sie sich von Marie-Christine Egger in dieses Zeitalter entführen.

 

Besammlung: Baseltor, Aussenseite (Ost)

Kosten:  Fr. 20.- pro Person, inkl. Verpflegung

Dauer:  ca. 2h inklusive Halt und Konsumation

Öffentliche Führung:  Anmeldung nur bei Gruppen notwendig.

 

«BÜCHER statt BILDER»

Solothurn im 16. Jh. -  Buchdruck bringt Bildung
Renaissance und Humanismus

 

Sonntag, 20. September 2020 (Bettag)

17.00 – 19.00 Uhr

 

Die der damaligen Mode gemäss prächtig gekleideten Dame Maria Angulata-Egger - passend zum Statussymbol ihres Mannes, erzählt von der beginnenden Neuzeit. Das Selbstbewusstsein der Bürger erwacht. Die Künste blühen. Solothurn sucht die Nähe zu Frankreich. Chorherren pflegen mit Zwingli einen regen Briefwechsel - die Kirche wird hinterfragt.

Bei einem Unterbruch im Roten Turm zeigt Ihnen Maria Angulata-Egger einzigartige Raritäten aus ihrem Kuriositätenkabinett. Diese Epoche umfasst Architektur, Musik, Tanz, Medizin, Kulinarisches und vieles mehr.

 

Die beginnende Neuzeit (16./17.Jh) ist eine wichtige, aber wenig bekannte Epoche des Stadtstaates Solothurn, welche massgeblich unsere heutige Gesellschaft mitgestaltet hat.

Die Philosophen und Wissenschaftler sind vom Humanismus getragen. Die Menschen dieser Zeit beginnen wieder nachzudenken und eigenständig zu handeln. Humanisten fördern neue Ideen, sind aber keine Fanatiker.

Humanistisch gebildete Politiker bereisen Europa. Die Strassen sind staubig oder sumpfig. In der Nacht ist ein Weiterkommen unmöglich. Die Verständigung hingegen ist kein Problem, denn alle Gebildeten sprechen fliessend Latein und meist auch Altgriechisch.

Schon 1546 besitzt Solothurn 5 Schulen. 1595 wird der Unterricht obligatorisch, armen Bürgersöhnen wird der Unterricht aus dem Almosenfond bezahlt. Seit einiger Zeit werden Bücher gedruckt. Solothurn besitzt wertvolle Bibliotheken.

Die Antike und die Geschichte werden entdeckt. «Nirgends holt man sich bessern Rat für die Zukunft als aus der Vergangenheit», meint der gelehrte Stadtschreiber Hans-Jakob vom Staal. Der Begriff des finsteren Mittelalters entsteht.

Mit Zwingli wird ein reger Briefwechsel geführt, die Kirche wird hinterfragt. Kopernikus entdeckt das Gesetz der Planetenbewegungen. Leonardo da Vinci, Kepler und Galilei realisieren, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums ist. Kann man das biblische Weltmodell noch ernst nehmen?

Solothurn sucht die Nähe Frankreichs. Der Ambassador findet hier eine standesgemässe Unterkunft. Höfisches Leben hält Einzug in Solothurn.

 

Besammlung: Baseltor, Aussenseite (Ost)

Kosten: Fr. 20.-, inklusive Konsumation

Dauer:  2 Std, inkl. Halt und Einkehr

Öffentliche Führung: Anmeldung nur bei Gruppen notwendig.

Impressum       Webdesign: Werbeagentur Vicha AG

Projektleitung: Dr. Margit Widmann

TELEFON  076 533 11 55

 «GESTERN und HEUTE –

FÜHRUNGEN SOLOTHURN

«GESTERN und HEUTE –

GEWÜRZE, GETRÄNKE, GESCHMACK und GENUSS»

Auf den Spuren der kulinarischen Vorlieben der Menschen.

 

Donnerstag, 16. Juli 2020 – Premiere!
19.00 – 21.00 Uhr

 

Der andere Stadtbummel durch Solothurn.

 

Lädelisterben? Nicht bei uns! Das Solothurner

Gewerbe ist individuell und innovativ.

 

HEUTE - Lassen Sie sich beeindrucken von Spezialistinnen und Spezialisten mit besonderen Genussmitteln wie Grappa, Wein, Gewürzen und Teigwaren.

 

GESTERN - Seit wann gibt es diese Delikatessen, und wie

wurden sie früher genossen? Die Stadtführerin Marie-Christine Egger und vier

Gewerbetreibende zeigen Ihnen, wie sehr sich Geschmack und handwerkliche Herstellung von Genussmitteln verändert haben.

 

 

 

 

Treffpunkt: vor dem Bieltor, Seite Amtshausplatz

Anmeldung: info@solothurn-stadtfuehrungen.ch, Teilnehmeranzahl begrenzt

Kosten: Fr. 20.- / Person

«HANDWERK GESTERN UND HEUTE»

AUF DEN SPUREN DER 11 SOLOTHURNER ZÜNFTE

 

Donnerstag, 26. November 2020
19.00 – 21.00 Uhr

 

Der andere Stadtbummel durch Solothurn.

Lassen Sie sich durch die Geschichte vom Gewerbe damals und der Situation des Gewerbes heute führen. Entdecken Sie das Handwerk vor Ort bei der Arbeit - Made in Solothurn.

 

 

 

 

 

Lädelisterben? Nicht in Solothurn! Denn unsere Gewerbe sind individuell und innovativ.

Lassen Sie sich beeindrucken von der Kunst früherer Handwerker und deren Zunfthäusern. Auf unserem Rundgang begegnen wir allen 11 Zünften - danach kennen Sie auch die Standorte der 11 Zunfthäuser in Solothurn.

Fünf Gewerbetreibende zeigen Ihnen, wie sehr sich das Handwerk verändert hat, bei einem Besuch der Handwerksbetriebe mit Blick hinter die Kulissen – das Gewerbe heute. Marie-Christine Egger berichtet über das «alte Solothurn» – das Gewerbe damals.

Die Einblicke in das Handwerk «in Aktion» zeigen Ihnen: Handwerkskunst hat goldenen Boden –  nur mit Ihrem Beitrag auch in der Zukunft

 

Treffpunkt: vor dem Bieltor, Seite Amtshausplatz

Anmeldung: info@solothurn-stadtfuehrungen.ch, Teilnehmeranzahl begrenzt

Kosten: Fr. 20.- / Person

«WEINFLÖSSER, WEINFÄSSER und WEINKONSUM»

Die lebensfrohen und festfreudigen Solothurner
Führung mit drei Degustationen!

 

Sonntag, 18. Oktober 2020

17.00 – 19.00 Uhr

 

Die Geschichte von Wirthen und Weinschenken, Küfern und Fassbindern, Sinnern, Einlässern, Weinschätzern, Flössern, Schleppern und Schiffziehern.

Haben Sie Öl am Hut? Haben Sie einen Affen oder einen Kater? Sind Sie blau? Dann sind Sie „chargé pour Soleure“. Kommen Sie mit ins lebensfrohe alte Solothurn und tauchen Sie ein in die Geschichte des Weins! Stossen Sie bei 3 Konsumationen wie damals üblich auf die Heiligen an –bereits im 11. Jh. gab es 25'000 Heilige!

 

Die Römer brachten den Wein in Amphoren nach Salodurum. Oft benutzten Sie auch Schläuche aus Ziegen- oder Schweinehaut. Ein Graffiti in Pompei lautet: Wir sind voll wie die Schläuche!

Im Mittelalter benutzte man für den Transport Holzfässer. Karl der Grosse hatte diese in Unkenntnis des Gärungsprozesses auch für den Weintransport vorgeschrieben. Aber die Fässer waren nicht dicht. Zum Glück hatten die Flösser auf der Aare jeweils ein Ergänzungsfässchen dabei. Allerdings hat dieses nie ausgereicht…

Im Mittelalter liebte man es, den Wein mit exotischen Gewürzen zu verbessern. Die getrunkenen Quantitäten waren erstaunlich hoch. Doch das Wasser war in den Städten knapp und voller Krankheitskeime. Die Abwässer der Kloaken gingen ins Grundwasser, aus dem die Sodbrunnen gespeist wurden. Sogar Dienstboten bekamen Wein, und gekocht wurde lieber in Wein als in Wasser. Wein war ein Grundnahrungsmittel!

Im 14. Jh. schlossen sich die Handwerker zu Zünften zusammen. In den Zunftstuben und nicht in den Gaststuben fanden die opulenten Feste statt. Bratensaft macht Bruderschaft! Mitglied der Wirthenzunft waren alle, die das Handwerk rund um den Wein ausübten. Zwar durften in den Zünften keine Frauen mittrinken; aber auch Frauen schätzten die Trinkfertigkeit und stellten diese unter Beweis.

1449 verburgrechteten sich Solothurn und Le Landeron. Dieser Vertrag wurde regelmässig erneuert und führte zu einer engen Freundschaft. Noch heute kommt der grösste Teil unseres Bürgerweins aus Le Landeron. Weshalb nun diese Reben an das Bürgerspital gefallen sind, über den Weinkonsum der Patienten und des Pflegepersonals, dazu gibt es viele lustige Geschichten.

Zwar wächst in unserer Lieblings-Schwesterstadt im Westen eigener Wein; leider ist es der sauerste Wein der Welt. Weshalb die eifersüchtigen Nachbarn dies erzählen und weshalb ein Grenchner für ein Mass Wein seine Frau verkauft hat, erfahren Sie an dieser kurzweiligen Führung mit Marie-Christine Egger. Gotthelf sagte über die Solothurner: Chalchbode vertreit meh! Prost!

 

Besammlung: Baseltor, Aussenseite (Ost)

Kosten:  Fr. 20.- pro Person, inkl. Verpflegung

Dauer: ca. 2h inklusive Halt und Konsumation

Öffentliche Führung: Anmeldung nur bei Gruppen notwendig.

«PERÜCKEN und PUDER, Parfüm und PARASITEN»

Solothurn - Die schönste Barockstadt der Schweiz - Madame de Coin erzählt vom barocken Leben der Ambassadorenstadt

 

Sonntag, 16. August 2020

17.00 – 19.00 Uhr

 

Bei einem Rundgang durch die «schönste Barockstadt der Schweiz» erzählt Madame de Coin aus ihrem Leben: Von Theater, Musik, Tanz, Mode, Hygiene - und dem prunkvollen Leben am Ambassadorenhof.

Bei einem barocken Modegetränk lernen Sie von Marie-Christine Egger mit Hilfe der Blumen- und Fächersprache Ihre Nächte zu organisieren.

 

Am Baseltor empfängt Sie die barocke Patrizierdame Madame de Coin. Bitte denken Sie daran, Ihren Pass, die Bollete, mitzubringen. Denn wer nicht aus sauberer Luft kommt, steht unter dem Verdacht aus einer mit Pest oder Cholera geschlagenen Stadt zu kommen und wird erbarmungslos zurückgewiesen.

Aber nicht nur Luft, auch Wasser gilt als Träger von Krankheiten. Weil Abwasser-reinigungsanlagen noch unbekannt sind, wird Wasser aus hygienischen Gründen möglichst gemieden. Körperpflege mit Wasser, Hände- und Haarewaschen sind Krankheits- und Todesfallen. Statt gewaschen werden die Kopfhaare gepudert oder mit einer üppigen Perücke überstülpt. Darunter herrscht reges Leben.

Aber das barocke Leben besteht nicht nur aus Parasiten. Barock ist Lebensfreude. Auch das gesellschaftliche Leben wird überschwänglich. Am Ambassadorenhof ist fast jeden Abend Fest. Fackeln, Kerzen, Tafeln, Musik, Tanz und Liebschaften vermischen sich zu einer überschäumenden Lebenslust. Allerdings gelten genaue Regeln. Jede Bewegung der Füsse und Hände, jeder Gesichtsausdruck, jede Haltung des Fächers, ob geschlossen, halb oder ganz geöffnet, ob vor dem Gesicht, der Brust oder dem Fruchtbarkeitspunkt, bedeutet Einladung, Gleichgültigkeit oder Ablehnung. Und der Tanz folgt einer genauen, ausgefeilten Choreografie. Ein Leben voller Lust und Freude – sofern man nicht Gärtner, Köchin oder Zofe ist.

Kein anderes Zeitalter ist so geprägt von Lust und Leid in extremen Ausmaßen. Trinksprüche und Saufkultur nehmen überhand - die Renaissancemenschen wären erbleicht angesichts der Mengen, die barocke Menschen trinken und essen. Ungeziefer und Dreck belagern Menschen und Städte und in all dem feiern barocke Menschen mit einer Lust am Leben, die Bewunderung verdient.

Lassen Sie sich von Marie-Christine Egger in dieses Zeitalter entführen.

 

Besammlung: Baseltor, Aussenseite (Ost)

Kosten: Fr. 20.- pro Person, inkl. Verpflegung

Dauer:  ca. 2h inklusive Halt und Konsumation

Öffentliche Führung: Anmeldung nur bei Gruppen notwendig.

«BÜCHER statt BILDER»

Solothurn im 16. Jh. -  Buchdruck bringt Bildung

Renaissance und Humanismus

 

Sonntag, 20. September 2020 (Bettag)

17.00 – 19.00 Uhr

 

Die der damaligen Mode gemäss prächtig gekleideten Dame Maria Angulata-Egger - passend zum Statussymbol ihres Mannes, erzählt von der beginnenden Neuzeit. Das Selbstbewusstsein der Bürger erwacht. Die Künste blühen. Solothurn sucht die Nähe zu Frankreich. Chorherren pflegen mit Zwingli einen regen Briefwechsel - die Kirche wird hinterfragt.

Bei einem Unterbruch im Roten Turm zeigt Ihnen Maria Angulata-Egger einzigartige Raritäten aus ihrem Kuriositätenkabinett. Diese Epoche umfasst Architektur, Musik, Tanz, Medizin, Kulinarisches und vieles mehr.

 

Die beginnende Neuzeit (16./17.Jh) ist eine wichtige, aber wenig bekannte Epoche des Stadtstaates Solothurn, welche massgeblich unsere heutige Gesellschaft mitgestaltet hat.

Die Philosophen und Wissenschaftler sind vom Humanismus getragen. Die Menschen dieser Zeit beginnen wieder nachzudenken und eigenständig zu handeln. Humanisten fördern neue Ideen, sind aber keine Fanatiker.

Humanistisch gebildete Politiker bereisen Europa. Die Strassen sind staubig oder sumpfig. In der Nacht ist ein Weiterkommen unmöglich. Die Verständigung hingegen ist kein Problem, denn alle Gebildeten sprechen fliessend Latein und meist auch Altgriechisch.

Schon 1546 besitzt Solothurn 5 Schulen. 1595 wird der Unterricht obligatorisch, armen Bürgersöhnen wird der Unterricht aus dem Almosenfond bezahlt. Seit einiger Zeit werden Bücher gedruckt. Solothurn besitzt wertvolle Bibliotheken.

Die Antike und die Geschichte werden entdeckt. «Nirgends holt man sich bessern Rat für die Zukunft als aus der Vergangenheit», meint der gelehrte Stadtschreiber Hans-Jakob vom Staal. Der Begriff des finsteren Mittelalters entsteht.

Mit Zwingli wird ein reger Briefwechsel geführt, die Kirche wird hinterfragt. Kopernikus entdeckt das Gesetz der Planetenbewegungen. Leonardo da Vinci, Kepler und Galilei realisieren, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums ist. Kann man das biblische Weltmodell noch ernst nehmen?

Solothurn sucht die Nähe Frankreichs. Der Ambassador findet hier eine standesgemässe Unterkunft. Höfisches Leben hält Einzug in Solothurn.

 

Besammlung: Baseltor, Aussenseite (Ost)

Kosten: Fr. 20.- pro Person, inkl. Verpflegung

Dauer:  ca. 2h inklusive Halt und Konsumation

Öffentliche Führung: Anmeldung nur bei Gruppen notwendig.

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Projektleitung: Dr. Margit Widmann