Führungen SolothurN

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«Handwerk Gestern und Heute»

Auf den Spuren der 11 Solothurner Zünfte

Donnerstag, 26. November 2020

19.00 – 21.00 Uhr

Grosse Nachfrage –
13. Durchführung

«Nachtwächter, Nachtlichter; Nachttöpfe»

Solothurn - 2000 Jahre Geschichte der Nacht  Traumberuf Nachtwächter - Nachtwächter Egger erzählt.

Sonntag, 08. November 2020

17.00 – 19.00 Uhr

«WEINFLÖSSER, WEINFÄSSER und WEINKONSUM»

Solothurn -  2000 Jahre Grundnahrungsmittel Wein
Die lebensfrohen und festfreudigen Solothurner

Sonntag, 18. Oktober 2020

17.00 – 19.00 Uhr

«BÜCHER statt BILDER»

Solothurn im 16. Jh. - Renaissance und Humanismus– Buchdruck bringt Bildung

Sonntag, 20. September 2020 (Bettag)
17.00 – 19.00 Uhr

 «GESTERN und HEUTE – GEWÜRZE, GETRÄNKE, GESCHMACK und GENUSS»

Auf den Spuren der kulinarischen Vorlieben der Menschen.

Dienstag, 20. Oktober 2020

18.30 – 20.30 Uhr

«LaSchoggi»

SCHOKOLADE – VON DER GESCHICHTE ZUM GAUMEN

Museum Schloss Blumenstein
Dienstag, 17. November

Dienstag, 24. November

19.00 – 21.00 Uhr

«Memento Mori»

Führung durch die Einsiedelei

2000 Jahre - Tod und Jenseitsvorstellungen

Himmel und Hölle, Rituale um den Tod – einst und jetzt.
Sonntag, 01. November 2020, Allerheiligen

19.00 – 20.30 Uhr

Besammlung: Parkplatz St. Niklaus

Stadtführungen in Solothurn

 

Solothurn ist die schönste Barockstadt der Schweiz.
2000 Jahre alte Geschichten sind hier in den Mauern verborgen. Kommen Sie mit auf einen Rundgang, witzig, interessant für Jung und Junggebliebene – Gruppen oder Einzelpersonen – und tauchen Sie wahlweise ein in die römische, mittelalterliche und frühzeitliche Epoche.

 

Marie-Christine Egger  führt Sie als Bettelweib, Dienstmagd oder als «Madame de Coin» persönlich durch die Altstadt Solothurn’s.  Begleiten Sie die Marketenderin, Maria Angulata oder den Nachtwächter und erleben Sie ein Stück Geschichte.

30 Jahre Solothurn Stadtführungen von 1987-2017 mit Marie-Christine Egger. Die schönste Barockstadt der Schweiz

Liebe Interessierte an Kultur und Solothurn,

 

Infolge COVID-19 mussten schweren Herzens einige Führungen verschoben werden. Nun sind Führungen wieder erlaubt und ich freue mich sehr, Sie wieder durch die Altstadt von Solothurn zu führen.

Am 16. Juli 2020 gibt es wiederum eine Premiere!

Danke dass Sie uns treu bleiben. Bleiben Sie gesund und bis bald!

 

Ihre

Marie-Christine Egger

«GESTERN und HEUTE – GEWÜRZE, GETRÄNKE, GESCHMACK und GENUSS»

 

Dienstag, 20. Oktober 2020
18.30 – 20.30 Uhr

 

Der andere Stadtbummel durch Solothurn.

Lädelisterben? Nicht bei uns! Das Solothurner

Gewerbe ist individuell und innovativ.

 

HEUTE - Lassen Sie sich beeindrucken von Spezialistinnen und Spezialisten mit besonderen Genussmitteln wie Grappa, Wein, Gewürzen und Teigwaren.

 

GESTERN - Seit wann gibt es diese Delikatessen, und wie

wurden sie früher genossen? Die Stadtführerin Marie-Christine Egger und vier

Gewerbetreibende zeigen Ihnen, wie sehr sich Geschmack und handwerkliche Herstellung von Genussmitteln verändert haben.

 

 

 

 

Treffpunkt: vor dem Bieltor, Seite Amtshausplatz

Anmeldung: info@solothurn-stadtfuehrungen.ch, Teilnehmeranzahl begrenzt

Kosten: Fr. 20.- / Person

In der Altstadt Solothurn beim Brunnen, die Hanwerker von Gestern und Heute

Erfolgreiche Führung - seit Oktober 2018

«GESTERN und HEUTE – HANDWERK & ZUNFT»

 

AUF DEN SPUREN DER 11 SOLOTHURNER ZÜNFTE

 

Donnerstag, 26. November 2020
19.00 – 21.00 Uhr

 

Der andere Stadtbummel durch Solothurn.

Lassen Sie sich durch die Geschichte vom Gewerbe damals und der Situation des Gewerbes heute führen. Entdecken Sie das Handwerk vor Ort bei der Arbeit - Made in Solothurn

 

 

 

 

Lädelisterben? Nicht in Solothurn! Denn unsere Gewerbe sind individuell und innovativ.

Lassen Sie sich beeindrucken von der Kunst früherer Handwerker und deren Zunfthäusern. Auf unserem Rundgang begegnen wir allen 11 Zünften - danach kennen Sie auch die Standorte der 11 Zunfthäuser in Solothurn.

 

Fünf Gewerbetreibende zeigen Ihnen, wie sehr sich das Handwerk verändert hat, bei einem Besuch der Handwerksbetriebe mit Blick hinter die Kulissen – das Gewerbe heute. Marie-Christine Egger berichtet über das «alte Solothurn» – das Gewerbe damals.

Die Einblicke in das Handwerk «in Aktion» zeigen Ihnen: Handwerkskunst hat goldenen Boden –  nur mit Ihrem Beitrag auch in der Zukunft

 

Treffpunkt: vor dem Bieltor, Seite Amtshausplatz

Anmeldung: info@solothurn-stadtfuehrungen.ch, Teilnehmeranzahl begrenzt

Kosten: Fr. 20.- / Person

Top of Page Führung Solothurn

«WEINFLÖSSER, WEINFÄSSER und WEINKONSUM»

 

Die lebensfrohen und festfreudigen Solothurner Führung Führung mit drei Degustationen!

 

Sonntag, 18. Oktober 2020

17.00 – 19.00 Uhr

 

Die Geschichte von Wirthen und Weinschenken, Küfern und Fassbindern, Sinnern, Einlässern, Weinschätzern, Flössern, Schleppern und Schiffziehern.

Haben Sie Öl am Hut? Haben Sie einen Affen oder einen Kater? Sind Sie blau? Dann sind Sie „chargé pour Soleure“. Kommen Sie mit ins lebensfrohe alte Solothurn und tauchen Sie ein in die Geschichte des Weins! Stossen Sie bei 3 Konsumationen wie damals üblich auf die Heiligen an –bereits im 11. Jh. gab es 25'000 Heilige!

 

Die Römer brachten den Wein in Amphoren nach Salodurum. Oft benutzten Sie auch Schläuche aus Ziegen- oder Schweinehaut. Ein Graffiti in Pompei lautet: Wir sind voll wie die Schläuche!

Im Mittelalter benutzte man für den Transport Holzfässer. Karl der Grosse hatte diese in Unkenntnis des Gärungsprozesses auch für den Weintransport vorgeschrieben. Aber die Fässer waren nicht dicht. Zum Glück hatten die Flösser auf der Aare jeweils ein Ergänzungsfässchen dabei. Allerdings hat dieses nie ausgereicht…

Im Mittelalter liebte man es, den Wein mit exotischen Gewürzen zu verbessern. Die getrunkenen Quantitäten waren erstaunlich hoch. Doch das Wasser war in den Städten knapp und voller Krankheitskeime. Die Abwässer der Kloaken gingen ins Grundwasser, aus dem die Sodbrunnen gespeist wurden. Sogar Dienstboten bekamen Wein, und gekocht wurde lieber in Wein als in Wasser. Wein war ein Grundnahrungsmittel!

Im 14. Jh. schlossen sich die Handwerker zu Zünften zusammen. In den Zunftstuben und nicht in den Gaststuben fanden die opulenten Feste statt. Bratensaft macht Bruderschaft! Mitglied der Wirthenzunft waren alle, die das Handwerk rund um den Wein ausübten. Zwar durften in den Zünften keine Frauen mittrinken; aber auch Frauen schätzten die Trinkfertigkeit und stellten diese unter Beweis.

1449 verburgrechteten sich Solothurn und Le Landeron. Dieser Vertrag wurde regelmässig erneuert und führte zu einer engen Freundschaft. Noch heute kommt der grösste Teil unseres Bürgerweins aus Le Landeron. Weshalb nun diese Reben an das Bürgerspital gefallen sind, über den Weinkonsum der Patienten und des Pflegepersonals, dazu gibt es viele lustige Geschichten.

Zwar wächst in unserer Lieblings-Schwesterstadt im Westen eigener Wein; leider ist es der sauerste Wein der Welt. Weshalb die eifersüchtigen Nachbarn dies erzählen und weshalb ein Grenchner für ein Mass Wein seine Frau verkauft hat, erfahren Sie an dieser kurzweiligen Führung mit Marie-Christine Egger. Gotthelf sagte über die Solothurner: Chalchbode vertreit meh! Prost!

 

Besammlung: Baseltor, Aussenseite (Ost)

Kosten:  Fr. 20.- pro Person, inkl. Verpflegung

Dauer: ca. 2h inklusive Halt und Konsumation
Öffentliche Führung: Anmeldung nur bei Gruppen notwendig.

 

 

 

«Nachtwächter, Nachtlichter; Nachttöpfe» - 2000 Jahre Geschichte der Nacht

Traumberuf Nachtwächter - Nachtwächter Egger erzählt aus seinem Leben

 

Sonntag, 08. November 2020

17.00 – 19.00 Uhr

 

Erleben Sie die dunkle Nacht voller Gefahren - Nachtwächter Egger erzählt auf seinem Rundgang durch Solothurn von den Auswirkungen auf sein Leben durch den technologischen Fortschritt der Beleuchtung. Eine amüsante und lehrreiche Zeitreise.

Der Nachtwächter gehörte zu den wenig geachteten Berufen. Er musste lediglich wach bleiben und tuten und blasen. Nachtwächter waren soziale Aussenseiter und oft dem Alkohol verfallen. Die Nacht wurde zum Tag, so dass Nachtwächter bei Tage übermüdet und geistesabwesend waren und nicht besonders hell wirkten.

Die Nacht machte Angst. Es war die Zeit der Geister, der wilden Jagd und der Albträume. Zum Schlafen waren Schutzmassnahmen wichtig. Man schlief auf einem Federbett oder einem mit Laub gefüllten Sack, meist auf mehrere Kissen gestützt, fast sitzend. Auf Reisen war es üblich, das Bett mit wildfremden Menschen zu teilen. Jedermann, unabhängig vom Stand, benutzte den Nachttopf. So konnten lange beschwerliche «Ausflüge» vermieden werden. Geleert wurde er schwungvoll aus dem Fenster….

Bereits 1845 beschloss die Solothurner Regierung, 26 Öllampen aufzustellen. Damit konnte der Nachtwandler erkennen: Beim Lichtlein muss sich der Märetplatz befinden.

Wenig später wurde 1860 die Gasbeleuchtung eingeführt. Die neu erstellte Eisenbahn transportierte Kohlen nach Solothurn, das Gaswerk stellte das für die Strassenlampen benötigte Gas her. Nun stapfte der Laternenanzünder von Laterne zu Laterne, um die Gasstümpfe in Funktion zu setzen, «da die Beleuchtung in gegenwärtigen Zeiten für die Sicherheit ratsam ist»!

1886 kaufte Josef Müller das Kraftwerk an der Oesch und liess eine 8 km lange Stromleitung bauen. So etwas wurde vorher noch nie versucht. Bislang mussten Fabriken, die Wasserkraft benötigten, in der Nähe von Bächen oder Flüssen gebaut werden. 1880 war die Glühbirne auf den Markt gekommen, und bereits 1896 beleuchtete die erste elektrische Bogenlampe die Hauptgasse.

Begleiten Sie Nachtwächter Egger auf seinem Rundgang und erleben Sie die dunkle Nacht voller Gefahren, so, wie sie früher empfunden wurde und wohl auch war.

Diese amüsante und lehrreiche Zeitreise garantiert Unterhaltungswert und wird durch einen Halt zum Aufwärmen unterbrochen. Dort lernen Sie den Umgang mit Feuerstein und Feuerstahl um

 

Besammlung: Baseltor, Aussenseite (Ost)

Kosten:  Fr. 20.- pro Person, inkl. Verpflegung

Dauer:  ca. 2h inklusive Halt und Konsumation

Öffentliche Führung:  Anmeldung nur bei Gruppen notwendig.

 

«BÜCHER statt BILDER»

Solothurn im 16. Jh. -  Buchdruck bringt Bildung
Renaissance und Humanismus

 

Sonntag, 20. September 2020 (Bettag)

17.00 – 19.00 Uhr

 

Die der damaligen Mode gemäss prächtig gekleideten Dame Maria Angulata-Egger - passend zum Statussymbol ihres Mannes, erzählt von der beginnenden Neuzeit. Das Selbstbewusstsein der Bürger erwacht. Die Künste blühen. Solothurn sucht die Nähe zu Frankreich. Chorherren pflegen mit Zwingli einen regen Briefwechsel - die Kirche wird hinterfragt.

Bei einem Unterbruch im Roten Turm zeigt Ihnen Maria Angulata-Egger einzigartige Raritäten aus ihrem Kuriositätenkabinett. Diese Epoche umfasst Architektur, Musik, Tanz, Medizin, Kulinarisches und vieles mehr.

 

Die beginnende Neuzeit (16./17.Jh) ist eine wichtige, aber wenig bekannte Epoche des Stadtstaates Solothurn, welche massgeblich unsere heutige Gesellschaft mitgestaltet hat.

Die Philosophen und Wissenschaftler sind vom Humanismus getragen. Die Menschen dieser Zeit beginnen wieder nachzudenken und eigenständig zu handeln. Humanisten fördern neue Ideen, sind aber keine Fanatiker.

Humanistisch gebildete Politiker bereisen Europa. Die Strassen sind staubig oder sumpfig. In der Nacht ist ein Weiterkommen unmöglich. Die Verständigung hingegen ist kein Problem, denn alle Gebildeten sprechen fliessend Latein und meist auch Altgriechisch.

Schon 1546 besitzt Solothurn 5 Schulen. 1595 wird der Unterricht obligatorisch, armen Bürgersöhnen wird der Unterricht aus dem Almosenfond bezahlt. Seit einiger Zeit werden Bücher gedruckt. Solothurn besitzt wertvolle Bibliotheken.

Die Antike und die Geschichte werden entdeckt. «Nirgends holt man sich bessern Rat für die Zukunft als aus der Vergangenheit», meint der gelehrte Stadtschreiber Hans-Jakob vom Staal. Der Begriff des finsteren Mittelalters entsteht.

Mit Zwingli wird ein reger Briefwechsel geführt, die Kirche wird hinterfragt. Kopernikus entdeckt das Gesetz der Planetenbewegungen. Leonardo da Vinci, Kepler und Galilei realisieren, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums ist. Kann man das biblische Weltmodell noch ernst nehmen?

Solothurn sucht die Nähe Frankreichs. Der Ambassador findet hier eine standesgemässe Unterkunft. Höfisches Leben hält Einzug in Solothurn.

 

Besammlung: Baseltor, Aussenseite (Ost)

Kosten: Fr. 20.-, inklusive Konsumation

Dauer:  2 Std, inkl. Halt und Einkehr

Öffentliche Führung: Anmeldung nur bei Gruppen notwendig.

Impressum       Webdesign: Werbeagentur Vicha AG

Projektleitung: Dr. Margit Widmann

TELEFON  076 533 11 55

«Handwerk Gestern und Heute»

 «GESTERN und HEUTE – GEWÜRZE, GETRÄNKE, GESCHMACK und GENUSS»

Führungen Solothurn

In der Altstadt Solothurn beim Brunnen, die Hanwerker von Gestern und Heute

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 «GESTERN und HEUTE –

FÜHRUNGEN SOLOTHURN

«GESTERN und HEUTE –

GEWÜRZE, GETRÄNKE, GESCHMACK und GENUSS»

Auf den Spuren der kulinarischen Vorlieben der Menschen.

 

Dienstag, 20. Oktober 2020 
18.30 – 20.30 Uhr

 

Der andere Stadtbummel durch Solothurn.

 

Lädelisterben? Nicht bei uns! Das Solothurner

Gewerbe ist individuell und innovativ.

 

HEUTE - Lassen Sie sich beeindrucken von Spezialistinnen und Spezialisten mit besonderen Genussmitteln wie Grappa, Wein, Gewürzen und Teigwaren.

 

GESTERN - Seit wann gibt es diese Delikatessen, und wie

wurden sie früher genossen? Die Stadtführerin Marie-Christine Egger und vier

Gewerbetreibende zeigen Ihnen, wie sehr sich Geschmack und handwerkliche Herstellung von Genussmitteln verändert haben.

 

 

 

 

 

 

Treffpunkt: vor dem Bieltor, Seite Amtshausplatz

Anmeldung: info@solothurn-stadtfuehrungen.ch, Teilnehmeranzahl begrenzt

Kosten: Fr. 20.- / Person

«HANDWERK GESTERN UND HEUTE»

AUF DEN SPUREN DER 11 SOLOTHURNER ZÜNFTE

 

Donnerstag, 26. November 2020
19.00 – 21.00 Uhr

 

Der andere Stadtbummel durch Solothurn.

Lassen Sie sich durch die Geschichte vom Gewerbe damals und der Situation des Gewerbes heute führen. Entdecken Sie das Handwerk vor Ort bei der Arbeit - Made in Solothurn.

 

 

 

 

 

Lädelisterben? Nicht in Solothurn! Denn unsere Gewerbe sind individuell und innovativ.

Lassen Sie sich beeindrucken von der Kunst früherer Handwerker und deren Zunfthäusern. Auf unserem Rundgang begegnen wir allen 11 Zünften - danach kennen Sie auch die Standorte der 11 Zunfthäuser in Solothurn.

Fünf Gewerbetreibende zeigen Ihnen, wie sehr sich das Handwerk verändert hat, bei einem Besuch der Handwerksbetriebe mit Blick hinter die Kulissen – das Gewerbe heute. Marie-Christine Egger berichtet über das «alte Solothurn» – das Gewerbe damals.

Die Einblicke in das Handwerk «in Aktion» zeigen Ihnen: Handwerkskunst hat goldenen Boden –  nur mit Ihrem Beitrag auch in der Zukunft

 

Treffpunkt: vor dem Bieltor, Seite Amtshausplatz

Anmeldung: info@solothurn-stadtfuehrungen.ch, Teilnehmeranzahl begrenzt

Kosten: Fr. 20.- / Person

«WEINFLÖSSER, WEINFÄSSER und WEINKONSUM»

Die lebensfrohen und festfreudigen Solothurner
Führung mit drei Degustationen!

 

Sonntag, 18. Oktober 2020

17.00 – 19.00 Uhr

 

Die Geschichte von Wirthen und Weinschenken, Küfern und Fassbindern, Sinnern, Einlässern, Weinschätzern, Flössern, Schleppern und Schiffziehern.

Haben Sie Öl am Hut? Haben Sie einen Affen oder einen Kater? Sind Sie blau? Dann sind Sie „chargé pour Soleure“. Kommen Sie mit ins lebensfrohe alte Solothurn und tauchen Sie ein in die Geschichte des Weins! Stossen Sie bei 3 Konsumationen wie damals üblich auf die Heiligen an –bereits im 11. Jh. gab es 25'000 Heilige!

 

Die Römer brachten den Wein in Amphoren nach Salodurum. Oft benutzten Sie auch Schläuche aus Ziegen- oder Schweinehaut. Ein Graffiti in Pompei lautet: Wir sind voll wie die Schläuche!

Im Mittelalter benutzte man für den Transport Holzfässer. Karl der Grosse hatte diese in Unkenntnis des Gärungsprozesses auch für den Weintransport vorgeschrieben. Aber die Fässer waren nicht dicht. Zum Glück hatten die Flösser auf der Aare jeweils ein Ergänzungsfässchen dabei. Allerdings hat dieses nie ausgereicht…

Im Mittelalter liebte man es, den Wein mit exotischen Gewürzen zu verbessern. Die getrunkenen Quantitäten waren erstaunlich hoch. Doch das Wasser war in den Städten knapp und voller Krankheitskeime. Die Abwässer der Kloaken gingen ins Grundwasser, aus dem die Sodbrunnen gespeist wurden. Sogar Dienstboten bekamen Wein, und gekocht wurde lieber in Wein als in Wasser. Wein war ein Grundnahrungsmittel!

Im 14. Jh. schlossen sich die Handwerker zu Zünften zusammen. In den Zunftstuben und nicht in den Gaststuben fanden die opulenten Feste statt. Bratensaft macht Bruderschaft! Mitglied der Wirthenzunft waren alle, die das Handwerk rund um den Wein ausübten. Zwar durften in den Zünften keine Frauen mittrinken; aber auch Frauen schätzten die Trinkfertigkeit und stellten diese unter Beweis.

1449 verburgrechteten sich Solothurn und Le Landeron. Dieser Vertrag wurde regelmässig erneuert und führte zu einer engen Freundschaft. Noch heute kommt der grösste Teil unseres Bürgerweins aus Le Landeron. Weshalb nun diese Reben an das Bürgerspital gefallen sind, über den Weinkonsum der Patienten und des Pflegepersonals, dazu gibt es viele lustige Geschichten.

Zwar wächst in unserer Lieblings-Schwesterstadt im Westen eigener Wein; leider ist es der sauerste Wein der Welt. Weshalb die eifersüchtigen Nachbarn dies erzählen und weshalb ein Grenchner für ein Mass Wein seine Frau verkauft hat, erfahren Sie an dieser kurzweiligen Führung mit Marie-Christine Egger. Gotthelf sagte über die Solothurner: Chalchbode vertreit meh! Prost!

 

Besammlung: Baseltor, Aussenseite (Ost)

Kosten:  Fr. 20.- pro Person, inkl. Verpflegung

Dauer: ca. 2h inklusive Halt und Konsumation

Öffentliche Führung: Anmeldung nur bei Gruppen notwendig.

«Nachtwächter, Nachtlichter; Nachttöpfe» - 2000 Jahre Geschichte der Nacht

Traumberuf Nachtwächter - Nachtwächter Egger erzählt aus seinem Leben

 

Sonntag, 08. November 2020

17.00 – 19.00 Uhr

 

Erleben Sie die dunkle Nacht voller Gefahren - Nachtwächter Egger erzählt auf seinem Rundgang durch Solothurn von den Auswirkungen auf sein Leben durch den technologischen Fortschritt der Beleuchtung. Eine amüsante und lehrreiche Zeitreise.

 

Der Nachtwächter gehörte zu den wenig geachteten Berufen. Er musste lediglich wach bleiben und tuten und blasen. Nachtwächter waren soziale Aussenseiter und oft dem Alkohol verfallen. Die Nacht wurde zum Tag, so dass Nachtwächter bei Tage übermüdet und geistesabwesend waren und nicht besonders hell wirkten.

Die Nacht machte Angst. Es war die Zeit der Geister, der wilden Jagd und der Albträume. Zum Schlafen waren Schutzmassnahmen wichtig. Man schlief auf einem Federbett oder einem mit Laub gefüllten Sack, meist auf mehrere Kissen gestützt, fast sitzend. Auf Reisen war es üblich, das Bett mit wildfremden Menschen zu teilen. Jedermann, unabhängig vom Stand, benutzte den Nachttopf. So konnten lange beschwerliche «Ausflüge» vermieden werden. Geleert wurde er schwungvoll aus dem Fenster….

Bereits 1845 beschloss die Solothurner Regierung, 26 Öllampen aufzustellen. Damit konnte der Nachtwandler erkennen: Beim Lichtlein muss sich der Märetplatz befinden.

Wenig später wurde 1860 die Gasbeleuchtung eingeführt. Die neu erstellte Eisenbahn transportierte Kohlen nach Solothurn, das Gaswerk stellte das für die Strassenlampen benötigte Gas her. Nun stapfte der Laternenanzünder von Laterne zu Laterne, um die Gasstümpfe in Funktion zu setzen, «da die Beleuchtung in gegenwärtigen Zeiten für die Sicherheit ratsam ist»!

1886 kaufte Josef Müller das Kraftwerk an der Oesch und liess eine 8 km lange Stromleitung bauen. So etwas wurde vorher noch nie versucht. Bislang mussten Fabriken, die Wasserkraft benötigten, in der Nähe von Bächen oder Flüssen gebaut werden. 1880 war die Glühbirne auf den Markt gekommen, und bereits 1896 beleuchtete die erste elektrische Bogenlampe die Hauptgasse.

Begleiten Sie Nachtwächter Egger auf seinem Rundgang und erleben Sie die dunkle Nacht voller Gefahren, so, wie sie früher empfunden wurde und wohl auch war.

Diese amüsante und lehrreiche Zeitreise garantiert Unterhaltungswert und wird durch einen Halt zum Aufwärmen unterbrochen. Dort lernen Sie den Umgang mit Feuerstein und Feuerstahl umzugehen

 

Besammlung: Baseltor, Aussenseite (Ost)

Kosten: Fr. 20.- pro Person, inkl. Verpflegung

Dauer:  ca. 2h inklusive Halt und Konsumation

Öffentliche Führung: Anmeldung nur bei Gruppen notwendig.

«BÜCHER statt BILDER»

Solothurn im 16. Jh. -  Buchdruck bringt Bildung

Renaissance und Humanismus

 

Sonntag, 20. September 2020 (Bettag)

17.00 – 19.00 Uhr

 

Die der damaligen Mode gemäss prächtig gekleideten Dame Maria Angulata-Egger - passend zum Statussymbol ihres Mannes, erzählt von der beginnenden Neuzeit. Das Selbstbewusstsein der Bürger erwacht. Die Künste blühen. Solothurn sucht die Nähe zu Frankreich. Chorherren pflegen mit Zwingli einen regen Briefwechsel - die Kirche wird hinterfragt.

Bei einem Unterbruch im Roten Turm zeigt Ihnen Maria Angulata-Egger einzigartige Raritäten aus ihrem Kuriositätenkabinett. Diese Epoche umfasst Architektur, Musik, Tanz, Medizin, Kulinarisches und vieles mehr.

 

Die beginnende Neuzeit (16./17.Jh) ist eine wichtige, aber wenig bekannte Epoche des Stadtstaates Solothurn, welche massgeblich unsere heutige Gesellschaft mitgestaltet hat.

Die Philosophen und Wissenschaftler sind vom Humanismus getragen. Die Menschen dieser Zeit beginnen wieder nachzudenken und eigenständig zu handeln. Humanisten fördern neue Ideen, sind aber keine Fanatiker.

Humanistisch gebildete Politiker bereisen Europa. Die Strassen sind staubig oder sumpfig. In der Nacht ist ein Weiterkommen unmöglich. Die Verständigung hingegen ist kein Problem, denn alle Gebildeten sprechen fliessend Latein und meist auch Altgriechisch.

Schon 1546 besitzt Solothurn 5 Schulen. 1595 wird der Unterricht obligatorisch, armen Bürgersöhnen wird der Unterricht aus dem Almosenfond bezahlt. Seit einiger Zeit werden Bücher gedruckt. Solothurn besitzt wertvolle Bibliotheken.

Die Antike und die Geschichte werden entdeckt. «Nirgends holt man sich bessern Rat für die Zukunft als aus der Vergangenheit», meint der gelehrte Stadtschreiber Hans-Jakob vom Staal. Der Begriff des finsteren Mittelalters entsteht.

Mit Zwingli wird ein reger Briefwechsel geführt, die Kirche wird hinterfragt. Kopernikus entdeckt das Gesetz der Planetenbewegungen. Leonardo da Vinci, Kepler und Galilei realisieren, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums ist. Kann man das biblische Weltmodell noch ernst nehmen?

Solothurn sucht die Nähe Frankreichs. Der Ambassador findet hier eine standesgemässe Unterkunft. Höfisches Leben hält Einzug in Solothurn.

 

Besammlung: Baseltor, Aussenseite (Ost)

Kosten: Fr. 20.- pro Person, inkl. Verpflegung

Dauer:  ca. 2h inklusive Halt und Konsumation

Öffentliche Führung: Anmeldung nur bei Gruppen notwendig.

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